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Darf ich vorstellen? Sonja Löser

Darf ich vorstellen Sonja Löser – Posts

Was sind für Dich die drei wichtigsten Aspekte der Introvision?

Augenhöhe, Alltagstauglichkeit und die langfristige (Selbst-) Wirksamkeit sind für mich die drei wichtigsten Aspekte der Introvision.

  • Augenhöhe: Bei der Arbeit mit der Introvision ist mir besonders wichtig, dass die Methode auf Augenhöhe praktiziert wird. Als Beraterin lege ich wert darauf, dass meine Klient*innen immer wissen, was gerade stattfindet und warum. Ich bin Expertin für Introvision, aber nur die Klient*innen selbst sind die Expert*innen für sich. Sie sagen, wo es lang geht und wie weit sie gehen möchten. Ich helfe nur dabei, die „Innenschau“ zu praktizieren.
  • Alltagstauglichkeit: Es gibt im Bereich der Achtsamkeit viele Methoden, die oberflächlich Ähnlichkeiten mit der Introvision haben. Die schnörkellose und kompakte Anwendung macht die Methode Introvision so alltagstauglich und lässt sich auch in einem turbulenten Alltag unterbringen. So ist der Einstieg eine weniger große Hürde und erste kleine Erfolgserlebnisse machen es zunehmend leichter, immer mehr Introvision im Alltag unterzubringen.
  • Langfristige (Selbst-) Wirksamkeit: Wer die Methode einmal gründlich erlernt hat, kann sein Leben lang darauf zurückgreifen. Es wurde nachgewiesen, dass das Ausmaß an chronischem Stress durch Introvision dauerhaft gesenkt werden kann. Das klingt zwar etwas komisch, wenn man bedenkt, dass ich mein Geld mit Introvisionsberatung verdiene, aber ich freue mich, wenn Klient*innen ihre Selbstwirksamkeit erfahren und ich überflüssig werde.

Wodurch setzt sich Deiner Meinung nach Introvision von anderen Methoden ab?

Die Introvision ist eine klient*innenzentrierte Methode, die sich auf die Bedürfnisse der jeweiligen Klient*innen anpassen lässt. Geht es einem Menschen nur darum, etwas mehr Ruhe und Entspannung in den Alltag zu bekommen, dann reicht es möglicherweise, das Konstatierende Aufmerksame Wahrnehmen zu praktizieren. Andere möchten herausfinden, warum ein bestimmtes Thema sie nicht loslässt. Dann eignet sich die Methode sehr gut, um herauszufinden, was dahinter steckt oder was „der Kern“ dessen ist. Diese Kombination macht die Introvision für mich aus: Einerseits eine Methode, die mir hilft, achtsamer mit mir und der Welt umzugehen. Andererseits kann ich mich selbst erforschen und die eigenen inneren Schrecken irgendwann mit der Gelassenheit betrachten, mit der ich beispielsweise einen Baum betrachten kann. Dazu kommt, dass die Introvision seit mehr als 40 Jahren in zahlreichen Bereichen wissenschaftlich erforscht wurde. Das können nicht so viele Methoden von sich behaupten.

Was hat Dich in Deiner Arbeit mit Introvision am meisten bewegt?

Mich bewegt es immer wieder, mit der persönlichen Geschichte der Klient*innen in Berührung zu kommen und einen kleinen Beitrag leisten zu können, einen Umgang mit zum Teil sehr schweren Erlebnissen zu erreichen. Es bewegt mich, wenn ich sehe, welche Veränderungen mit Hilfe der Introvision möglich sind. Dinge, die vorher undenkbar oder unmöglich erschienen, passieren einfach oder rücken zumindest in den Bereich des denkbaren. Lösungen und Möglichkeiten sind immer schon da, sie schlummern in den Klient*innen, sind aber durch Konflikte oder Blockaden verdeckt. Dabei zu helfen, diese Blockaden oder Konflikte aufzudecken und zu lösen, bewegt mich immer wieder.

Sonja Löser

Geboren in Hamburg, ausgebildet als Diplom – Pädagogin an der Uni Hamburg, neben der Introvision kenne ich mich auch gut mit kollektivem Wirtschaften und Kaffee (direkter Handel, Rohkaffee, Kaffeeröstung und ein wenig Zubereitung) aus, bin gerne in der Natur und glaube an eine bessere Welt.

Ich arbeite mit der Introvision sowohl im Einzelsetting als auch in Gruppen. Seit 2010 freue ich mich über die enge Zusammenarbeit mit Petra Spille in diversen Projekten!

www.sonja-loeser.de/